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1896 - Die Gründung der Oerier Feuerwehr

Im Jahr 1896 fand im Gasthaus zu den fünf Linden die Gründungsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Oerie statt.

29 Oerier unterschrieben die Gründungserklärung der Wehr. Am 25.11.1896 wählten sie ihren Gastwirt Heinrich Ottmers in den Vorstand als Kassierer und zum 1. Rohrführer für den aktiven Dienst. Heinrich Ottmers war die Seele der Oerier Wehr in den ersten 20 Jahren ihres Bestehens. Ein Kamerad, der in der Zeit seines Wirkens bemüht war, für seine Wehr das Optimale zu leisten. „Wo es Not tat“, stellte er seine ganze Kraft in den Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Oerie. Auf dem Gründungsfest der Wehr am 16. und 17. Mai 1897 hielt er die Festrede. Er legte für seine Kameraden das Gelübte ab.

Wir wollen eine freiwillige Feuerwehr, welche die Kräfte voll und ganz in den Dienst des von Brandunglück überfallenen Nächsten stellt, sein.

Er wünschte der „Wehr von Oerie Glück, dass stets ein guter Stern über sie walte, dass sie stets vorwärts schreite, in Einigkeit ihrer Mitglieder untereinander die Treue halte.“

Im Jahre 1902 übernahm er zusätzlich das Amt des Vize-Hauptmanns,

1905 wurde er zum Zugführer des Steigerkorps und in das Ehrengericht der Wehr gewählt. Um einen „reibungslosen Generationswechsel“ in der Führung der Wehr zu unterstützen und zu sichern, übergab er nach und nach seine Ämter in jüngere Hände, so 1908 das des Vize-Hauptmannes und 1913 das des Kassierers.

Als 1909 Hauptmann Wesche nach Hüpede verzog und die Führung der Wehr in jüngere Hände gelegt werden musste, fühlte er sich in die Pflicht genommen. Er übernahm erneut das Amt des Vize-Hauptmannes, um den reibungslosen Gene rationswechsel weiterhin zu unterstützen. Vorbildlich sein Einsatz als 1. Rohrführer in der aktiven Wehr beim Brand auf dem Niemannschen Hof am 8. Januar 1915.

Kamerad Vize-Hauptmann Ottmers (heute würde er der Altersgruppe angehören) nahm freiwillig unter Aufwendung aller Kräfte, in Rauch und Qualm gehüllt, die Rohrführung in die Hand und es ist ihm zu danken, dass das Niemannsche Wohnhaus unver- sehrt geblieben ist.

Ein Jahr später, 1916, gab er seine Gastwirtschaft in Oerie auf und verzog nach Pattensen.

Schriftführer H. Eicke würdigte 1911 die Ver- dienste des Kameraden u.a. mit den Worten: 

„ ... das Muster eines Kameraden sind Sie für jedes Mitglied gewe- sen ... mit welcher Hingabe haben Sie als Vize-Hauptmann die frei- willige Feuerwehr vertreten und immer unermüdlich zu ihrer Pflicht zurückgeführt, wenn sie schwanken wollte ... Wiederholt war die Wehr in Gefahr des Abbröckelns und stets sind Sie es gewesen, der sie vor dem Sturz bewahrt hat."